Zylinderkopfdichtung defekt?
-
SpriDStour
- Beiträge: 60
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 13:53
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Ein herzliches Hallo in die Runde,
habt vielen Dank für eure Anregungen und Ideen. Leider hatte ich in meinem Eröffnungspost zwei Punkte vergessen zu schreiben, die noch erwähnenswert gewesen wären, um das Problem besser einzugrenzen.
Das Kerzenbild von Zylinder 4 und 5 weicht deutlich von Zylinder 6 ab. Die Kerzen 4 und 5 sind feucht und glänzen metallisch. Zylinder 6 zeigt eine schöne graue bis rehbraune Farbe. So wie es eigentlich bei gut eingestellten Vergasern sein sollte.
Ich hatte auf meiner Rückfahrt vorletztes Wochenende bei laufendem Motor einmal den Deckel des Ausgleichsbehälters entfernt und konnte beobachten, wie der Kühlwasserstand fast bis zum Rand der Öffnung stiegt und dann wieder auf das normale Niveau sankt. Für mich sah das sehr nach Abgasen bzw. Luft aus. Nach Abgasen riecht das Kühlwasser für mein Empfinden allerdings nicht.
Beides deutet für mich auf eine Zylinderkopf- bzw. dichtungs-Problematik hin.
Ich werde am kommenden Wochenende mal einen Drucktest machen. Zusätzlich habe ich mir einen CO-Tester für das Kühlwasser bestellt.
@ Bernhard: ich glaube, ich spreche im Sinne aller hier im Forum, dass es völlig okay ist, wenn Du Deinen Workaround hier postest. Es kann ja jeder selbst für sich entscheiden, ob er Deinem Tipp folgen würde. Und es ist allen klar, dass es eben „nur“ eine Nothilfe ist.
Falls Du aber nachvollziehbarer Weise nicht posten möchtest, dann lasse ich Dir meine Mailadresse zukommen.
Ich wünsche Allen einen schönen Abend!
Grüße von Oliver
habt vielen Dank für eure Anregungen und Ideen. Leider hatte ich in meinem Eröffnungspost zwei Punkte vergessen zu schreiben, die noch erwähnenswert gewesen wären, um das Problem besser einzugrenzen.
Das Kerzenbild von Zylinder 4 und 5 weicht deutlich von Zylinder 6 ab. Die Kerzen 4 und 5 sind feucht und glänzen metallisch. Zylinder 6 zeigt eine schöne graue bis rehbraune Farbe. So wie es eigentlich bei gut eingestellten Vergasern sein sollte.
Ich hatte auf meiner Rückfahrt vorletztes Wochenende bei laufendem Motor einmal den Deckel des Ausgleichsbehälters entfernt und konnte beobachten, wie der Kühlwasserstand fast bis zum Rand der Öffnung stiegt und dann wieder auf das normale Niveau sankt. Für mich sah das sehr nach Abgasen bzw. Luft aus. Nach Abgasen riecht das Kühlwasser für mein Empfinden allerdings nicht.
Beides deutet für mich auf eine Zylinderkopf- bzw. dichtungs-Problematik hin.
Ich werde am kommenden Wochenende mal einen Drucktest machen. Zusätzlich habe ich mir einen CO-Tester für das Kühlwasser bestellt.
@ Bernhard: ich glaube, ich spreche im Sinne aller hier im Forum, dass es völlig okay ist, wenn Du Deinen Workaround hier postest. Es kann ja jeder selbst für sich entscheiden, ob er Deinem Tipp folgen würde. Und es ist allen klar, dass es eben „nur“ eine Nothilfe ist.
Falls Du aber nachvollziehbarer Weise nicht posten möchtest, dann lasse ich Dir meine Mailadresse zukommen.
Ich wünsche Allen einen schönen Abend!
Grüße von Oliver
BMW 2500, BJ. 1972, Atlantik-Blau
-
Bernhard46
- Beiträge: 61
- Registriert: Sa 2. Jul 2016, 17:14
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Hallo Forum,
in nunmehr 53 Jahren mit E3 (etwas anderes kommt mir auch nicht mehr in die Garage, außer meine kleine GLAS/Goggo-Sammlung) habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich kleine Schäden am Zylinderkopf oder seiner Dichtung vorübergehend gut mit zum Kühlwasser hinzugegebenen Kühlerdichtungsmittel "reparieren" lassen. Das hat bei mir immer so lange gehalten, bis ich Zeit für eine Erneuerung der betroffenen Teile hatte, teilweise trat sogar jahrelang kein weiterer Wasserverlust mehr auf.
Der Versuch lohnt auf jeden Fall: Man "verschlimmbessert" den Schaden nicht und vermeidet das schmerzliche vorzeitige Saisonende bzw. das Abschleppen, falls der Schaden unterwegs auftreten sollte.
Kühlerdichtungsmittel ist eigentlich als Nothilfe für undichte Kühler gedacht, mit denen man im Defektfall noch nach Hause kommen will. Es kann aber eben auch schlimmere Schäden zumindest vorübergehend beheben und das Risiko ist gering: Falls es nicht funktioniert, hat man nur wenige Euro verloren.
Allen gute Fahrt in Autos, die noch Seele hatten, wünscht aus Berlin: Bernhard
in nunmehr 53 Jahren mit E3 (etwas anderes kommt mir auch nicht mehr in die Garage, außer meine kleine GLAS/Goggo-Sammlung) habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich kleine Schäden am Zylinderkopf oder seiner Dichtung vorübergehend gut mit zum Kühlwasser hinzugegebenen Kühlerdichtungsmittel "reparieren" lassen. Das hat bei mir immer so lange gehalten, bis ich Zeit für eine Erneuerung der betroffenen Teile hatte, teilweise trat sogar jahrelang kein weiterer Wasserverlust mehr auf.
Der Versuch lohnt auf jeden Fall: Man "verschlimmbessert" den Schaden nicht und vermeidet das schmerzliche vorzeitige Saisonende bzw. das Abschleppen, falls der Schaden unterwegs auftreten sollte.
Kühlerdichtungsmittel ist eigentlich als Nothilfe für undichte Kühler gedacht, mit denen man im Defektfall noch nach Hause kommen will. Es kann aber eben auch schlimmere Schäden zumindest vorübergehend beheben und das Risiko ist gering: Falls es nicht funktioniert, hat man nur wenige Euro verloren.
Allen gute Fahrt in Autos, die noch Seele hatten, wünscht aus Berlin: Bernhard
Gott schütze mich vor Eis und Wind,
und Autos, die von heute sind.
und Autos, die von heute sind.
-
SpriDStour
- Beiträge: 60
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 13:53
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Hallo Bernhard,
vielen Dank für das Teilen Deiner Nothilfe.
Tatsächlich hatte ich auch schon davon gelesen, mich aber ehrlich gesagt nicht getraut, das einmal auszuprobieren. Aber nun hast Du mich dazu ermutigt. Wenn damit das Problem zumindest temporär zu beheben wäre, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.
Welches Dichtmittel wäre denn aus Deiner Sicht empfehlenswert? Es gibt ja unzählige Produkte. Ich würde vermutlich in ein Markenprodukt (Liqui Moly, Dr. Wack, etc.) investieren.
Aus welchem Material ist denn eigentlich der Zylinderkopf? Aus Alu?
Gruß, Oliver
vielen Dank für das Teilen Deiner Nothilfe.
Welches Dichtmittel wäre denn aus Deiner Sicht empfehlenswert? Es gibt ja unzählige Produkte. Ich würde vermutlich in ein Markenprodukt (Liqui Moly, Dr. Wack, etc.) investieren.
Aus welchem Material ist denn eigentlich der Zylinderkopf? Aus Alu?
Gruß, Oliver
BMW 2500, BJ. 1972, Atlantik-Blau
-
Bernhard46
- Beiträge: 61
- Registriert: Sa 2. Jul 2016, 17:14
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Ja, Oliver,
der ist aus Alu. Und wenn Du beim Dichtmittel ein Markenprodukt wählst, machst Du alles richtig.
Mein letzter Fall ist schon so lange her, dass ich mich an den Namen des verwendeten Produkts nicht mehr erinnern kann. Aber die positive Wirkung wird mir ewig im Gedächtnis bleiben...
Gute Fahrt, viel Erfolg mit der provisorischen Lösung und: Achte auf die Kühlwassertemperatur.
Gott schütze mich vor Eis und Wind, und Autos, die von heute sind!
der ist aus Alu. Und wenn Du beim Dichtmittel ein Markenprodukt wählst, machst Du alles richtig.
Mein letzter Fall ist schon so lange her, dass ich mich an den Namen des verwendeten Produkts nicht mehr erinnern kann. Aber die positive Wirkung wird mir ewig im Gedächtnis bleiben...
Gute Fahrt, viel Erfolg mit der provisorischen Lösung und: Achte auf die Kühlwassertemperatur.
Gott schütze mich vor Eis und Wind, und Autos, die von heute sind!
Gott schütze mich vor Eis und Wind,
und Autos, die von heute sind.
und Autos, die von heute sind.
-
SpriDStour
- Beiträge: 60
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 13:53
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Ein herzliches Hallo in die Runde,
ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in das neue Jahr und seid voller Vorfreude auf die bald wieder beginnende Oldie-Saison.
Ich musste ja leider letztes Jahr meine Saison aufgrund einer vermuteten Zylinderkopf- bzw. Dichtungsproblematik vorzeitig beenden und finde nun endlich Zeit der Ursache auf den Grund gehen.
Der Versuch ein Dichtmittel dem Kühlwasser zuzusetzen hat leider keinen Erfolg gebracht. Daher steht nun vermutlich die Demontage des Zylinderkopfes an. Vorher werde ich zwar noch das Kühlwasser auf CO2 untersuchen, vermute aber, dass ich um diese Aktion nicht herumkomme.
Dazu habe ich mir das Werkstatthandbuch zu Gemüte geführt und bin auf eine Passage gestoßen, in der das regelmäßige Nachziehen der Zylinderkopfschrauben im "üblichen Intervall" beschrieben ist. Zum Intervall habe ich jedoch keine Angaben gefunden und es war mir auch nicht bewusst, dass der Sitz der Schrauben regelmäßig zu kontrollieren ist. Um welches Intervall handelt es sich denn hierbei?
Gibt es beim Ausbau des Zylinderkopfes etwas Grundlegendes zu beachten, was nicht im Werkstatthandbuch steht? Oder habt ihr praktische Tipps für mich?
Darüber hinaus bin ich auf der Suche nach der OE-Nummer der Zylinderkopfdichtung, die ja in jedem Fall getauscht werden muss. Ebenso wie die Dichtungen des Räderkastendeckels und die Zylinderkopfschrauben. Auch hier suche ich die OE-Nummern. Der Zylinderkopf hat die Nummer 12500199.
Welchen Hersteller empfehlt ihr? Elring? Viktor Reinz? Ist der Dichtsatz von W&N zu empfehlen? Es gibt Metalldichtungen mit zusätzlich aufgebrachter Silikondichtung. Sind diese zu empfehlen?
Lieben Dank für euren Rat und eure Unterstützung.
Gruß
Oliver
ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in das neue Jahr und seid voller Vorfreude auf die bald wieder beginnende Oldie-Saison.
Ich musste ja leider letztes Jahr meine Saison aufgrund einer vermuteten Zylinderkopf- bzw. Dichtungsproblematik vorzeitig beenden und finde nun endlich Zeit der Ursache auf den Grund gehen.
Der Versuch ein Dichtmittel dem Kühlwasser zuzusetzen hat leider keinen Erfolg gebracht. Daher steht nun vermutlich die Demontage des Zylinderkopfes an. Vorher werde ich zwar noch das Kühlwasser auf CO2 untersuchen, vermute aber, dass ich um diese Aktion nicht herumkomme.
Dazu habe ich mir das Werkstatthandbuch zu Gemüte geführt und bin auf eine Passage gestoßen, in der das regelmäßige Nachziehen der Zylinderkopfschrauben im "üblichen Intervall" beschrieben ist. Zum Intervall habe ich jedoch keine Angaben gefunden und es war mir auch nicht bewusst, dass der Sitz der Schrauben regelmäßig zu kontrollieren ist. Um welches Intervall handelt es sich denn hierbei?
Gibt es beim Ausbau des Zylinderkopfes etwas Grundlegendes zu beachten, was nicht im Werkstatthandbuch steht? Oder habt ihr praktische Tipps für mich?
Darüber hinaus bin ich auf der Suche nach der OE-Nummer der Zylinderkopfdichtung, die ja in jedem Fall getauscht werden muss. Ebenso wie die Dichtungen des Räderkastendeckels und die Zylinderkopfschrauben. Auch hier suche ich die OE-Nummern. Der Zylinderkopf hat die Nummer 12500199.
Welchen Hersteller empfehlt ihr? Elring? Viktor Reinz? Ist der Dichtsatz von W&N zu empfehlen? Es gibt Metalldichtungen mit zusätzlich aufgebrachter Silikondichtung. Sind diese zu empfehlen?
Lieben Dank für euren Rat und eure Unterstützung.
Gruß
Oliver
BMW 2500, BJ. 1972, Atlantik-Blau
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Hallo Oliver
Ich verwende ausschließlich Reinz, Elring oder Götze. Aus dem Zubehör hab ich mal eine günstige (ich meine von Glaser) bestellt, die hatte vom ersten bis zum sechsten Zylinder eine Differenz von fast 3 mm...... unverbaubar.......
Normal dicke von Elring hab ich sicher noch auf Lager, aber bevor du die bestellst solltest du erst mal den Kopf demonieren (planen) und messen, ob du keine dickere +0,3mm brauchst. Nach dem demontieren siehst du auch alle anderen Dichtungen, ob du die wieder verwenden kannst.
Eine reine Metalldichtung mit Sikikonauftrag hab ich für den M30 noch nie gesehen, wo soll es so was geben?
Und die Zylinderkopfschrauben vom M30 sind keine Dehnschrauben, die kann man auch wiederverwenden.
Gruß Siggi
Ich verwende ausschließlich Reinz, Elring oder Götze. Aus dem Zubehör hab ich mal eine günstige (ich meine von Glaser) bestellt, die hatte vom ersten bis zum sechsten Zylinder eine Differenz von fast 3 mm...... unverbaubar.......
Normal dicke von Elring hab ich sicher noch auf Lager, aber bevor du die bestellst solltest du erst mal den Kopf demonieren (planen) und messen, ob du keine dickere +0,3mm brauchst. Nach dem demontieren siehst du auch alle anderen Dichtungen, ob du die wieder verwenden kannst.
Eine reine Metalldichtung mit Sikikonauftrag hab ich für den M30 noch nie gesehen, wo soll es so was geben?
Und die Zylinderkopfschrauben vom M30 sind keine Dehnschrauben, die kann man auch wiederverwenden.
Gruß Siggi
-
SpriDStour
- Beiträge: 60
- Registriert: Di 28. Jun 2016, 13:53
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Hallo Siggi,
Danke für Deine Antwort.Hast Du evtl. eine OE-Nummer für mich?
Eine kombinierte Metall-/Silikondichtung habe ich für z.B. hier: gefunden. Bei W&N gibt es auch eine. Scheint aber von Glaser zu sein und nach Deinen Erfahrungen eher nicht interessant.
Dass die Zylinderkopfschrauben keine Dehnschrauben sind, war mir nicht bewusst. Wenn sie weiterverwendbar sind, spare ich mir gerne das Geld für neue Schrauben.
Gruß
Oliver
Danke für Deine Antwort.Hast Du evtl. eine OE-Nummer für mich?
Eine kombinierte Metall-/Silikondichtung habe ich für z.B. hier: gefunden. Bei W&N gibt es auch eine. Scheint aber von Glaser zu sein und nach Deinen Erfahrungen eher nicht interessant.
Dass die Zylinderkopfschrauben keine Dehnschrauben sind, war mir nicht bewusst. Wenn sie weiterverwendbar sind, spare ich mir gerne das Geld für neue Schrauben.
Gruß
Oliver
BMW 2500, BJ. 1972, Atlantik-Blau
Re: Zylinderkopfdichtung defekt?
Hallo Oliver
Dein Link zeigt eine normale ZKD, keine Metalldichtung. Genau so sehen alle ZKD aus die ich kenne. Die Metallringe um die Bohrungen sind ganz normal. Eine zusätzliche Silikondichtung gibt es bei manchen Herstellern, das würde ich außer acht lassen. In deinem Link kannst du die OE-Nummern lesen, andere hab ich auch nicht.
Der Preis ist dort unschlagbar, 65 Prozent Rabatt, das ist für Elring unüblich und extrem günstig.
Gruß Siggi
Dein Link zeigt eine normale ZKD, keine Metalldichtung. Genau so sehen alle ZKD aus die ich kenne. Die Metallringe um die Bohrungen sind ganz normal. Eine zusätzliche Silikondichtung gibt es bei manchen Herstellern, das würde ich außer acht lassen. In deinem Link kannst du die OE-Nummern lesen, andere hab ich auch nicht.
Der Preis ist dort unschlagbar, 65 Prozent Rabatt, das ist für Elring unüblich und extrem günstig.
Gruß Siggi